Okay, wir sind ehrlich: Das eine Wundermittel für die Wohnungssuche in Berlin existiert nicht. Der Markt ist nun einmal, wie er ist: Es gibt zu wenige Wohnungen für zu viele Berliner auf der Suche. Vor allem in Innenstadtlage. In Mitte, Prenzlauer Berg, Kreuzberg oder Neukölln grenzt es tatsächlich an ein Wunder, an eine bezahlbare Wohnung zu kommen – und die auch zu behalten.

Und doch gibt es Wege und Möglichkeiten, die Chancen auf dem Berliner Wohnungsmarkt zu verbessern, indem man mehrgleisig fährt. Ticker einrichten und Plakatieren. Freunde, Familie und Facebook-Community einbeziehen, sich bei Genossenschaften und den kommunalen Vermietern in Erinnerung rufen. Auf Wohnungssuche in Berlin? Das sind unsere Tipps.

Zettel aufhängen im Wunsch-Kiez – bei der Wohnungssuche in Berlin hilfreich

Eine von vielen Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen: Zettel im Wunsch-Kiez aufhängen, um bei der Wohnungssuche in Berlin voran zu kommen. Foto: Imago/Seeliger

Der gute alte Zettel ist in letzter Zeit rar geworden, dabei kann er durchaus Erfolg bringen. Und: Man lernt beim Aufhängen gleich noch den eigenen Wunsch-Kiez besser kennen, wenn man ihn nicht eh in- und auswendig kennt. Wichtig ist es, aufzufallen, sei es durch eine Zeichnung, ein Foto oder eine „catchy“ Überschrift. Allerdings sollte man nicht zu dick auftragen, und schon gar nicht zu pathetisch werden. Das mögen die Nachbarn in stark gentrifizierten Kiezen nämlich gar nicht – und reißen die Zettel womöglich einfach ab.

Automatische Alerts bei den gängigen Portalen einrichten

Für viele die erste Anlaufstelle bei der Wohnungssuche in Berlin: Portale wie Immoscout, Immonet und Co. Foto: Imago/Schöning

Der frühe Vogel fängt den Wurm! Das ist zwar eine Binsenweisheit, aber trotzdem zutreffend. Bei Portalen wie Immoscout, Immonet und Co. kommt es heute aufs Tempo an. Wichtig ist es, ein gut gepflegtes Konto zu haben, gegebenenfalls lohnt es sich auch, einen Premiumaccount anzulegen, um dem künftigen Vermieter gleich alle Unterlagen vorlegen zu können. Zudem sollten Alerts eingerichtet werden. Sobald eine Wohnung reinkommt, pingt das Handy auf. Und so schnell sollte auch geantwortet werden. Das erhöht die Chancen – gerade im günstigen Segment, in dem Wohnungen oftmals schon nach wenigen Stunden wieder aus den gängigen Portalen herausgenommen werden.

Wohnungsmiete einfach per Gesetz absenken

Berliner kennen zwar oft den Mietendeckel und die Diskussionen um seine Verfassungsmäßigkeit. Was viele aber nicht wissen: Schon seit 2015 können Mieter einfach mit der „Mietpreisbremse“ ihre Miete senken – geprüft und sicher per Bundesgesetz (§ 556d BGB). 

Und wem das zu kompliziert ist, kann ganz einfach mit dem Mietpreisbremse-Service des Berliner Verbraucherportals CONNY seine Miete senken – online und ohne Kostenrisiko. 

„WG gesucht“, „Ebay Kleinanzeigen“ und andere Portale nutzen

Immoscout und Immonet sind zwar die Branchenprimi, doch es gibt Menschen, die (aus welchen Gründen auch immer) anderswo inserieren. Zum Beispiel bei „WG gesucht“ oder auf „Ebay Kleinanzeigen“. Zugegeben, da ist viel Schrott dabei. Doch mitunter lassen sich auch gute Angebote finden. Es lohnt sich also, die Seiten immer wieder abzuklappern.

Freunde, Familie und Bekannte mit in die Wohnungssuche einbeziehen

Früher fand man Wohnungen per Zeitungsanzeige. Heute sind Kontakte das A und O. Entsprechend wichtig ist es, die Familie, Freunde und Bekannte in die Suche einzubeziehen. Sprich offen und kontinuierlich davon, dass du suchst. Mit etwas Glück hört dann jemand über jemanden, dass jemand eine Wohnung freistehen hat. Das ist deine Chance, zuzuschlagen!

Wohnungssuche über die eigenen Social-Media-Kanäle intensivieren

Die eigene Blase lässt sich wunderbar erweitern, wenn man die Social-Media-Kontakte mit einbezieht. Facebook- und Insta-Posts sind super, denn Freunde und Bekannte, die was wissen, können einfach die betreffenden Personen und Angebote taggen. Man sollte auch in Gruppen suchen, die es bei Facebook mittlerweile vermehrt gibt.

Genossenschaften abklappern: Die sichere Bank fürs Dauerwohnrecht

Viele Genossenschaften sind voll oder haben lange Warteschlagen. Dennoch lohnt es sich, immer wieder anzuklopfen. Denn die Genossenschaften sind die wohl beste Art, in Berlin zu wohnen. Gut gepflegte Objekte, ein günstiger Mietzins, ein gutes Miteinander. Und man kann sein ganzes Leben dort verbringen. Laufzeiten? Fehlanzeige.

Hausverwaltungen direkt kontaktieren

Viele Hausbesitzer verwalten die Objekte nicht selbst, sondern beauftragen eine Hausverwaltung. Die wiederum haben meist mehrere Miethäuser, um die sie sich kümmern. Wer es auf ein ganz bestimmtes Objekt oder auch nur auf einen Straßenzug abgesehen hat, sollte ergründen, wer das Wunschobjekt verwaltet. Mit der Verwaltung sollte man zumindest versuchen, Kontakt aufzunehmen. Vielleicht klappt es dann mit der nächsten freiwerdenden Wohnung!

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